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(SRK)

Suche nach Vermissten in der Ukraine

Die Ukrainerin Natalya Girard und Tochter Sacha besuchen den Suchdienst SRK. Sie treffen dort Mélanie Freymond, Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes, um ihre Familiengeschichte zu erzählen.

«Ich erinnere mich noch gut an meine Grossmutter Lydia. Sie war so ein gutherziger Mensch. Ich hatte sie so gern», sagt die 20-jährige Sacha. Ihre Mutter Natalya Girard, 46, nickt: «Sie war ein leuchtender Stern in meinem Leben.» Die beiden in der Westschweiz lebenden Ukrainerinnen sitzen in einem Büro des Suchdienstes des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in Wabern BE. Sie sind gekommen, um sich zu bedanken und um SRK-Botschafterin Mélanie Freymond, 48, ihre Geschichte zu erzählen. Die zwei Frauen betrachten ein Foto, das Natalya Girards Mutter Lydia zeigt. Leise sagt Natalya: «Ich bin so froh und dankbar, dass ich meine Mutter noch einmal am Telefon hörte. Das war ein grosses Geschenk.»

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Telefonat bei Bombeneinschlägen

Seit 2006 lebt die Ukrainerin in der Schweiz. 2015 und 2017 besuchen Natalya und ihre Tochter die Angehörigen in der Ukraine. Natalya Girard erinnert sich: «Damals wussten wir nicht, dass wir uns nie mehr wiedersehen würden.» Danach ist nur noch sporadischer Kontakt via Telefon und Skype möglich – und auch dieser wird wegen der Bombardements immer spärlicher. «Sie machten sich bestimmt grosse Sorgen um Ihre Mutter», sagt Mélanie Freymond zu Natalya Girard. Diese nickt: «Und es wurde immer schlimmer.» Im März 2022, kurz nach der Eskalation des Konflikts in ihrem Heimatland, sei die Verbindung vollständig abgebrochen. Die Mutter ist damals 83 Jahre alt. «Die Trennung machte Sacha und mir sehr zu schaffen. Wir wussten nicht, ob meine Mutter noch lebt. Ich war völlig verzweifelt.»

Zum Glück habe eine Beratungsstelle sie informiert, dass es einen Dienst gibt, der bei der Suche nach Vermissten hilft – es ist ein unentgeltliches Angebot des SRK. Natalya Girard meldet sich dort und füllt eine Suchanfrage aus. In Zusammenarbeit mit dem Suchdienst SRK können Mitarbeitende des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) Lydia ausfindig machen und besuchen sie in ihrem Haus in Shakhtarsk nahe Donezk. Sie geben ihr eine Telefonkarte, mit der die Seniorin gratis telefonieren kann.

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«Ich hörte eine Bombe explodieren, ganz in der Nähe meiner Mutter.» – Natalya Girard

Am 27. Januar 2023 ist es so weit. Bei Natalya Girard in Neuenburg klingelt das Handy: Ihre Mutter ist dran. «Ich bin immer noch im Haus, es geht mir gut», sagt diese, «aber ich vermisse euch sehr! Wie geht es euch?» Die beiden haben sich viel zu erzählen. Doch nach ein paar Minuten ist die Leitung tot. Mélanie Freymond hört Natalya Girard aufmerksam zu. «Das muss schlimm gewesen sein für euch», sagt sie. Natalya Girard nickt. «Die Stimme meiner Mutter zu hören, hat mir sehr gut getan.»

Es war eines der letzten Gespräche, Lydia starb im September 2023. Natalya Girard: «Ihre Worte werden mich mein Leben lang begleiten.»

«Der Besuch beim Suchdienst SRK hat mich tief berührt. Ich hoffe, dass suchende Kinder, Mütter und Väter ihre Liebsten wiederfinden oder zumindest Gewissheit erhalten, wo sie sind.»

Mélanie Freymond, Moderatorin und SRK-Botschafterin

So funktioniert der Suchdienst

Der Suchdienst SRK hilft weltweit bei der Suche nach Vermissten. Er steht allen in der Schweiz wohnhaften Personen offen, die ein Familienmitglied oder eine ihnen nahestehende Person vermissen.

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Dieser werbliche Beitrag wurde von Schweizerischen Roten Kreuz erstellt. Er wurde von Commercial Content, einem Bereich von Tamedia Advertising, für die Publikation aufbereitet. Die Haftung für Inhalte (Wort, Bild) sowie für externe Links liegt bei Schweizerischen Roten Kreuz.