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«Viele wollen wissen, woher das Fleisch kommt»

Was die Qualität von Fleisch ausmacht und weshalb Handarbeit gefragt ist, erklärt Metzger Remo Mark.

Gibt dem Fleisch viel Zeit: Metzger Remo Mark mit dem preisgekrönten Rohschinken aus der Region.
Gibt dem Fleisch viel Zeit: Metzger Remo Mark mit dem preisgekrönten Rohschinken aus der Region.

Remo Mark ist erst 26, als er eine grosse Verantwortung übernimmt: Der Bündner wird Mitinhaber der Metzgerei Mark in Schiers-Lunden im Prättigau. Den Familienbetrieb führt der inzwischen Dreissigjährige gemeinsam mit Vater Andy – und schreibt die ungewöhnliche Firmengeschichte fort. 1993 ist Andy Mark selbst erst Mitte 20, als er den Landwirtschaftsbetrieb der Familie in eine Metzgerei umbaut. Er ist überzeugt: Fleisch aus der Region bietet Qualitäten, die gefragt sind. Er behält damit recht.

Heute beschäftigen die Marks 35 Mitarbeitende und sind weit mehr als Fleischverarbeitende. Sie kennen die Bäuerinnen und Bauern seit jeher persönlich und verbinden traditionelles Metzgerhandwerk mit den aktuellen Ansprüchen der Konsumentinnen und Konsumenten.

Das Lieblingsstück des jungen Chefs: ein acht Wochen gereiftes Tomahawk-Steak von einem Rind, das in der Region aufgezogen wurde.
Viel Handarbeit: Rohschinken und Rohspeck werden einzeln gewürzt.
Kurze Wege: Die Produkte werden regional produziert und verkauft.
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Das Lieblingsstück des jungen Chefs: ein acht Wochen gereiftes Tomahawk-Steak von einem Rind, das in der Region aufgezogen wurde.
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Viel Handarbeit: Rohschinken und Rohspeck werden einzeln gewürzt.
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Kurze Wege: Die Produkte werden regional produziert und verkauft.

Was dem Betrieb entgegenkommt: «Das Bewusstsein für die Herkunft und die Qualität von Fleisch ist gestiegen. Viele wollen wissen, woher das Fleisch stammt», sagt Remo Mark. Er nimmt ein Stück Rinderrücken aus dem Kühler, schneidet ein Tomahawk-Steak ab und sagt: «Was gutes Fleisch ausmacht, sind nicht nur die Maserung und die Verarbeitung. Es beginnt bei der Herkunft, der Haltung und der Fütterung.» Deshalb sei ihnen der Kontakt zu den Landwirtschaftsbetrieben sehr wichtig.

Respekt vor dem Tier

«Wir wissen, wo und wie die Tiere leben.» Zudem seien die Transportwege von den nahe gelegenen Höfen zur Metzgerei kurz. Dazu gehört auch, dass die Bäuerinnen und Bauern ihre Tiere noch persönlich vorbeibringen. «Dadurch sind sie ruhig», sagt Mark. Der respektvolle Umgang mit den Tieren sei sehr wichtig.

Rund 50 Tiere pro Woche schlachtet und verarbeitet die Metzgerei im Betrieb, der zwischen Landquart und Klosters liegt. «Es ist sehr aufwendig, doch das macht unsere Qualität aus. Durch den regionalen Bezug können wir voll hinter unserem Handwerk und den Produkten stehen», sagt Mark. «Und wir nehmen uns die Zeit, um hochwertige Produkte zu produzieren.» Was das bedeutet, zeigt er in der Reifekammer. In der frischen und kühlen Bergluft hängen Hunderte Stücke Fleisch.

Prüft regelmässig den Reifeprozess: Remo Mark hat mit seinen 30 Jahren bereits viel Erfahrung.
Reift in der Bündner Bergluft: Hier hängt der Rohschinken ein Jahr lang.
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Prüft regelmässig den Reifeprozess: Remo Mark hat mit seinen 30 Jahren bereits viel Erfahrung.
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Reift in der Bündner Bergluft: Hier hängt der Rohschinken ein Jahr lang.

Der Metzger nimmt einen Rohschinken so gross wie ein Fussball in die Hand. Mit dem Daumen prüft er den Reifegrad. «Der braucht noch etwas», sagt er. Bis zum Verkauf wird er ein ganzes Jahr hier hängen – viel länger als üblich. «Den Unterschied merkt man sofort, er ist sehr zart und schmeckt hervorragend», erklärt Mark und lächelt.

Innovatives Handwerk

Würste in der Rauchkammer: Für den perfekten Geschmack …
… verwenden die Marks Fichte und Buche wie vor zweihundert Jahren.
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Würste in der Rauchkammer: Für den perfekten Geschmack …
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… verwenden die Marks Fichte und Buche wie vor zweihundert Jahren.

Viel Hingabe steckt auch im Rauchfleisch und in den Würsten. Geräuchert wird wie vor Jahrhunderten mit Fichten- und Buchenholz. Dafür sind Fachwissen und Erfahrung nötig, da Jahreszeit und Luftfeuchtigkeit die feinen Aromen stark beeinflussen. Dass aus traditionellem Handwerk auch Innovationen entstehen, ist in der Wursterei zu sehen. Mark zeigt auf meterlange, dünne Würste, die eine Mitarbeiterin zum Trocknen über Stangen hängt. Daraus wird ein Power-Snack produziert, der weit über die Region verkauft wird: Trockenfleisch mit wenig Fett und viel Protein. Das Produkt ist sehr beliebt – und war bereits lange vor dem aktuellen Trend zu proteinreicher Ernährung auf dem Markt.

«Innovativ zu bleiben, ist zentral für uns», sagt Mark. Dazu gehöre auch, auf Veränderungen einzugehen. «Wir mussten etwa feststellen, dass in vielen Haushalten nicht mehr gleich viel Zeit und Wissen wie früher vorhanden sind, um aufwendigere Fleischstücke zuzubereiten.» Als Beispiel nennt er die Kalbsbrust, die stundenlang im Topf geschmort wird. «Da wir immer die ganzen Tiere kaufen und alles von ihnen verarbeiten, machen wir nun Kalbsburger und Kalbssalami aus solchen Stücken», erklärt Mark.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, legt er auch bei den Zutaten grossen Wert auf hohe Qualität. So kommt etwa ein teurer Single Malt in die Whiskywurst. Ob extravagante Wurst oder beliebtes Bündnerfleisch, der Metzger ist überzeugt: «Wer bewusst konsumiert, schätzt hochwertige Produkte aus der Region.» Und am Ende komme die regionale Wertschöpfung vom Tier bis zu den Mitarbeitenden allen zugute. Entsprechend positiv schaut der Dreissigjährige nach vorn: «Wir glauben daran, dass unser Handwerk und Lebensmittel aus heimischer Produktion weiterhin gefragt sind.»

Strenge Gesetze und Fokus auf Wertschöpfung in der Schweiz

Die Fleischproduktion ist hierzulande streng geregelt. Dazu gehören weitreichende Tierschutzbestimmungen, Futter ohne Genveränderung und das Verbot, bei der Aufzucht Antibiotika oder hormonelle Leistungsförderer einzusetzen. Die Mehrheit der Landwirtschaftsbetriebe beteiligen sich zudem an freiwilligen Programmen zum Tierwohl, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Müssen Tiere transportiert werden, gilt eine maximale Transportzeit von acht Stunden – inklusive Fahrtunterbrüchen. In der EU können es bis zu 24 Stunden sein. Dabei werden die Nutztiere möglichst stressfrei transportiert. Den ordnungsgemässen Umgang mit den Tieren während des Transports und in den Schlachthöfen kontrollieren die zuständigen Behörden (wie die kantonalen Veterinärämter).

Die strengen Regeln und Kontrollen sowie das Engagement der Bäuerinnen und Bauern garantieren die hohe Qualität des Schweizer Fleisches. Im Vergleich zu importierten Produkten hat die regionale Produktion zudem einen positiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit und trägt entscheidend zur Lebensmittelversorgung sowie zur Wertschöpfung innerhalb der Schweiz bei.

Wissen, woher es kommt

Erfahren Sie mehr über die strengen Schweizer Tierhaltungsstandards, kurze Transportwege und die Menschen hinter der heimischen Fleischproduktion.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Content in Zusammenarbeit mit Proviande erstellt. Commercial Content ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.

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